Mexiko ist ein Schwellenland und befindet sich im Übergang zu einem Industriestaat. Anfang der 90er Jahre wurde das Land in die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, aufgenommen. 2006 verzeichnete Mexiko ein Bruttoinlandsprodukt von 850 Milliarden US Dollar und ist somit die größte Wirtschaftskraft in Lateinamerika. Gleichzeitig ist es die zwölftgrößte Volkswirtschaft und fünfgrößter Erdölproduzent der Welt. Zudem ist der Staat wirtschaftspolitisch durch ein beachtliches System von Freihandelsabkommen weltweit vernetzt.
Industriell gilt Mexiko als eines der fortgeschrittensten Länder in Lateinamerika, dennoch ist vor allen Dingen auf dem Land eine hohe Armutsrate zu verzeichnen. Rund 26 % der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze und muss mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen. Die Einkommensverteilung ist entsprechend unausgewogen. Der größte Teil der Bevölkerung erhält nur etwa 11 % des Gesamteinkommens.
Nichtsdestotrotz hat sich die mexikanischen Wirtschaft nach der sogenannten Tequila-Krise im Jahr 1994 deutlich positiv entwickelt. Dank einer konsequenten Liberalisierungs- und Stabilitätspolitik kehrte die mexikanische Volkswirtschaft bereits 1996 auf ihren Wachstumskurs zurück. Hauptstützen der mexikanischen Wirtschaft sind die Erdölindustrie - der staatliche Ölproduzent Pemex ist das umsatzstärkste Unternehmen Lateinamerikas -, der Tourismus, die Automobilindustrie und die Landwirtschaft. Doch auch der Drogenhandel summiert sich auf eine enorme Summe.
Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Industrieerzeugnisse, Rohöl, Raffinerieprodukte sowie landwirtschaftliche Produkte. Dabei ist Mexiko aufgrund der NAFTA (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen)stark von der konjunkturellen Entwicklung der USA abhängig, der Peso ist an den Dollar gebunden.